Fangis (Grundvarianten)
- Alter:
- ab 4 / alle
- Anzahl:
- ganze Gruppe
- Dauer:
- 5–10 min
Material: Markierungshütchen fürs Feld
Fangis ist Schweizerdeutsch für Fangen — das wohl klassischste Bewegungsspiel überhaupt. Eine oder mehrere fangende Personen versuchen, die andern durch Abschlagen zu fangen. Das Schöne daran: Mit einer kleinen Zusatzregel wird aus dem einfachen Fangis im Nu eine neue Variante. Hier die Grundvarianten, die fast jedes Kind kennt — ideal als kurzes Aufwärmspiel.
So wird’s gespielt
- Ein abgestecktes Feld (Hütchen). Eine fangende Person wird bestimmt, alle andern verteilen sich im Feld.
- Auf Startsignal versucht sie, ein anderes Kind abzuschlagen.
- Wer abgeschlagen wird, ist neu „dran” und fängt nun selber.
- Je nach Variante (siehe unten) gibt es eine Zusatzregel — z. B. ein Schutz-Verhalten oder eine Art, gefangene Kinder wieder zu befreien.
Grundvarianten
- Mausschwanzfangis: Jedes Kind trägt ein Tuch („Schwanz”) hinten im Hosenbund. Gefangen ist, wem der Schwanz herausgezogen wird.
- Chäferlifangis: Wer abgeschlagen wird, legt sich wie ein Käfer auf den Rücken, Arme und Beine in die Luft. Befreit ist man, wenn andere Kinder einen berühren bzw. wieder auf die Beine helfen.
- Törlifangis: Wer gefangen ist, bleibt mit gegrätschten Beinen als „Törli” (Tor) stehen. Frei wird man, sobald jemand zwischen den Beinen durchkriecht.
- Versteinerungsfangis: Wer abgeschlagen wird, erstarrt auf der Stelle (versteinert). Ein freies Kind erlöst ihn durch eine kurze Berührung.
- Kettenfangis: Gefangene fassen sich an den Händen und fangen als immer länger werdende Kette gemeinsam weiter (eigener Eintrag).
- Schattenfangis: Statt abzuschlagen, fängt man, indem man auf den Schatten des Verfolgten tritt — funktioniert nur an einem sonnigen Tag.
- Paarfangis: Immer zwei Kinder halten sich an der Hand und fangen nur gemeinsam — abgeschlagene Paare bilden bei Bedarf neue Paare.
Spielfeld
Varianten
- Inseln: Markierte Felder (Reifen, Matten) sind sichere Zonen, in denen man kurz nicht gefangen werden kann — nie zu lange, sonst steht alles still.
- Mehrere Fänger: Bei grossen Gruppen 2–3 Fänger gleichzeitig — mit Bändel oder Leibchen markiert, damit alle sehen, wer dran ist.